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JHV Förderverein „Der Treff“

JHV Förderverein „Der Treff“
(04. Dezember 2003 im EV. Gemeindezentrum)
Bericht des Vorsitzenden Karl-Heinz Buss

Bericht des Vorstandes

Zunächst liebe Mitglieder gestatten Sie mir zunächst etwas Grundsätzliches zur Jugendarbeit. Danach komme ich zum eigentlichen Bericht.

„Jungen Menschen sind die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen“ (§ 11 Kinder- und Jugendhilfegesetz)

Liebe Mitglieder, wir empfangen also keine Almosen sondern es sind Pflichtleistungen, die zu erbringen sind.

Aber wie wir wissen, steht in der Zeit der knappen Kassen, alles auf dem Prüfstand. (Übrigens auch bei Kirchens!)
Deshalb sind wir dem Bürgermeister und der Stadt, die den größten Anteil der Zuschüsse trägt außerordentlich dankbar, natürlich auch dem Kreis, dem Land und der Kirche, dass die Mittel für unsere Arbeit in 2004 nicht gekürzt wurden.

Wir als Förderverein unterstützen die wertvolle Arbeit, die im wesentlichen von Bärbel Müller, Manuela Hoseus, Bernd Müller und mit einer geringen Stundenzahl auch von Peter Sojka, im „Treff“ EV. Gemeindezentrum und seit Mitte diesen Jahres auch im „Jugendcafe“ geleistet wird. Wir tun dies mit ansehnlichen Mittel im finanziellen und auch im ideellen Bereich.

Ja, „Offene Jugendarbeit“, ist Präventionsarbeit in vielerlei Hinsicht.

Warum ist gerade bei uns diese Arbeit so unbedingt erforderlich?

Die Frage, meine Damen und Herren, kann man nicht beantworten, ohne die soziale Lage in Kirn zu betrachten.

Die Ledermetropole Kirn musste in den letzten Jahren viele Firmenschließungen hinnehmen, die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt stagnierte und damit einhergehend eine relativ hohe Arbeitslosenquote in dieser strukturschwachen Region. Besonders betroffen von dieser Situation sind Jugendliche.
Ein ungenügendes Angebot an Arbeits- und Ausbildungsplätzen, zunehmende Arbeitslosigkeit und Armut der Familien und insbesondere von Jugendlichen, verstärken zunehmend die Zukunftsangst und Perspek-tivlosigkeit unter den jungen Menschen. Es wird für sie immer schwerer, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Besonders betroffen sind hiervon auch die große Zahl von Aussiedlerjugendlichen.

Die „Offene Jugendarbeit“, muss nach meiner Meinung als unverzichtbarer Bestandteil in die „Soziale Infrastruktur“ in Kirn integriert sein.
Denn:
• dadurch wird das soziale Klima verbessert,
• Defizite im Freizeitbereich werden ausgeglichen,
• Förderung der eigenverantwortlichen Persönlichkeit,
• Stärkung von sozialen Kompetenzen. Im Umgang mit anderen Menschen egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft, Religion oder Konfession.
Um nur einige Schwerpunkte zu nennen!

Die „Offene Jugendarbeit“, die getragen wird von der Ev. Kirchengemeinde Kirn, die massiv vom Förderverein unterstützt wird, ist zu einem Erfolgsmodell geworden.
Bei uns werden durchschnittlich täglich 60-80 Jugendliche betreut und beraten. Die beiden Einrichtungen (Treff und Jugendcafe) sind Orte an denen sich die Jugendlichen wohl und angenommen fühlen.

Aber von „Nichts kommt nichts“, ein Kirner Sprichwort.
Es waren und sind viele bereit diese Arbeit zu unterstützen.
Einige wie Stadt, Kreis etc. habe ich schon genannt, danken möchte ich aber auch hier von dieser Stelle, den vielen Spendern und Sponsoren in unserer Stadt, die geholfen haben und noch ständig helfen unser Projekt erfolgreich zu führen.

So, liebe Mitglieder und Freunde,

nun möchte ich zum eigentlichen Bericht kommen:

Die letzte Jahreshauptversammlung hatten wir am 25.November 2002.

Was gibt es nun seit dieser Zeit zu berichten?

• wir hatten 8 Vorstandssitzungen (bei diesen Sitzungen besprechen und planen wir unsere Aktionen und Aktivitäten)
• Jugendtreff war in Sachen Umweltschutz unterwegs (20 Jugendliche) Anfang Juli
• Werbung für das Jugendhaus (Spende von Lionsclub 1250,--€, Verlosungsaktion „Kirner Autofrühling" 750,--€, Birkenfelder Landesbank 1750,--€, viele kleine Einzelspenden. (Auskunft Brigitte)
• Jugendversammlung im April (Vorsitzender mit ca. 40 Jugendlichen)
-siehe Anlage-
• Zwei Höhepunkte im Jahre 2003!
o Einweihung Jugendcafe (Haus Augustin) (Juli)
• Wir werden die nächsten 5 Jahre die Sachkosten von ca. 3500,--€ jährlich übernehmen, darüber hinaus leisten wir auch weiter unseren Personalkostenzuschuss von ca. 3000,--€

o Benefizkonzert „Youth for Youth“ im Gesellschaftshaus (Oktober)
Ca. 150 Besucher und rund 700,--€ für die Jugendarbeit.

Einen Blick in die Zukunft, ins nächste Jahr, möchte ich noch richten:

• wir wollen noch größere Anstrengungen unternehmen um unsere Mitgliederzahl zu erhöhen
• Benefizkonzert am Samstag 10. Januar in der EV. Kirche
• Teilnahme mit Stand am Radwandertag mit neuem Angebot
• Gespräche über Ankauf einer kleinen Fläche hinter dem Jugendcafe
• Hilfe bei der Verwirklichung einer Skaterbahn
• Ausrichtung des Benefizkonzertes am Samstag 09. Oktober im Gesellschaftshaus

Dies ist von meiner Seite alles. Bevor ich meinen und den Bericht der Schatzmeisterin –der noch folgt– zur Aussprache stelle, möchte ich zwei verdienten Mitstreiterinnen des Vorstandes, die aber in der neuen Periode nicht mehr kandidieren möchten, ganz herzlich danken für die geleistete Arbeit. Karin Reuter und Brigitte Anthes.


Karl Heinz Buss, 01.01.2004

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